ADHS - Haibel.org

ADHS Kinder

Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörungen werden auch unter der Bezeichnung Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADS) sowie Aufmerksamkeitsdefizit - Hyperaktivitätsstörung (ADHS) thematisiert.

Bei beiden Störungsbildern kommt es zu erheblichen Konzentrationsdefiziten. Etwa drei bis zehn Prozent aller Kinder zeigen Symptome im Sinne einer ADHS. Buben sind deutlich häufiger betroffen als Mädchen.

Zappelphilipp

Diese Kinder sind sehr unruhig, leicht erregbar, stören oft den Unterricht, können nicht sitzen bleiben, zappeln ständig mit den Händen oder Füssen, können nicht warten, unterbrechen andere, wechseln ständig von einer Beschäftigung zur anderen, scheinen häufig nicht zuzuhören, können keine Ordnung halten, sind sehr leicht ablenkbar, ausgesprochen impulsiv und verursachen dadurch oft Unfälle.

Träumeliese

Diese Kinder scheinen unkonzentriert, verträumt und sehr langsam, vergessen und überhören viel, sind schnell gekränkt, wirken sehr ängstlich, klagen oft über Kopf- oder Bauchschmerzen, verlieren oft Gegenstände, sind sehr unordentlich und haben wenig Freunde.

Die Störung tritt gewöhnlich in mehr als nur einer Situation auf (Zuhause und in der Schule). Normalerweise beginnen Aktivitäts- und Aufmersamkeitsstörungen bereits vor dem 6. Lebensjahr.

Um ADHS richtig zu diagnostizieren muss eine genaue Anamnese gemacht werden. Dies bedeutet, dass das Verhalten des Kindes durch die Eltern und / oder Lehrer über einen längeren Zeitraum genau beschrieben wird. Weiters muss eine testpsychologische Untersuchung stattfinden, da nicht jedes impulsive oder hyperaktive Kind zwangsläufig ADHS hat.

ADHS Training

Ziel des Trainings ist es, dass sich die Kinder selbst steuern können. Besonders gefördert werden soll:

  • Kommunikation
  • Konzentration
  • Sozialverhalten
  • Frustrationstoleranz
  • Teamfähigkeit
  • Durchhaltevermögen
  • Ausdauer

Das Training setzt an den individuellen Störungsschwerpunkten der Kinder an und basiert auf vier Trainingsbausteinen:

  • Basistraining: hier werden ganz bestimmte Fertigkeiten wie z.B. Hinschauen, und / oder Hinhören gelernt
  • Strategietraining: hier lernen die Kinder sich bedachter und kontrollierter zu verhalten
  • Wissensvermittlung: hier üben die Kinder, das bisher Gelernte auf die Schulsituation zu übertragen
  • Begleitende Elternanleitung: die Eltern erfahren, wie sie Ihr Kind im Alltag fördern können
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